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Für Apotheken

Sicher beraten mit der Telematikinfrastruktur

Apotheken spielen eine wichtige Rolle für die gesundheitliche Versorgung. Sie zählen zu den ersten Anlaufstellen, wenn Symptome auf eine Krankheit hindeuten. Sie werden aber auch in Belangen des normalen gesunden Lebens aufgesucht – angefangen bei gutem Sonnenschutz über die wirkungsvolle Zahnhygiene bis hin zu Präparaten gegen alltägliche Beschwerden.

Informiert begleiten und beraten

Apotheker sind Begleiter und Berater auf der Gesundheitsreise. Da Apotheken ihre Kunden auch im OTC-Bereich versorgen, liegen häufig nur bei ihnen vollständige Informationen über die von Patienten eingenommenen Medikamente vor.

Apotheken erheben und verwalten also wichtige Gesundheitsdaten ihrer Kunden. Sie nehmen damit eine entscheidende Rolle ein: Nur wenn Medikationspläne vollständig sind – also auch OTC-Präparate umfassen –, können sie zu maximalem Behandlungserfolg bei minimalen Nebenwirkungen beitragen. Daher werden ab 2019 auch Apotheken an die Telematikinfrastruktur angeschlossen.

Patienten können dann auf valide Medikationspläne vertrauen. Und Apotheker werden in ihrer Rolle als unersetzliche Begleiter und Berater der Menschen gestärkt.



Christian Scharpf über Nutzen und Anwendungen der Telematikinfrastruktur für Apotheken

Warum sollten sich Apotheken an die Telematikinfrastruktur anbinden?

Man könnte sagen: Gemäß des E-Health-Gesetzes ist ab Ende 2019 die Anbindung an die Telematikinfrastruktur für jede Apotheke verpflichtend.

Aber auch: Weil dies sowohl für sich selbst als auch für ihre Kunden weitreichende Vorteile bietet.

  • Apotheken verwenden schon jetzt systematisch Informationstechnologie für ihre Arbeit – sei es für die Bestellung der Arzneimittel, die datenbankgestützte Prüfung von Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten oder die Abrechnung mit den Krankenkassen über Rechenzentren. Die Telematikinfrastruktur ist der sichere Weg des IT-gestützten Informationsaustauschs zwischen medizinischen Fachleuten.
  • Ob elektronischer Arztbrief oder elektronische Medikationspläne (eMP) – der papierlose und sichere Datenaustausch zwischen den Heilberuflern wird dafür sorgen, dass wichtige Informationen im Ernstfall jederzeit und ohne aufwendige Umwege verfügbar sind. Das führt nicht nur zu Erleichterungen im täglichen Arbeitsgeschehen, sondern stärkt auch den intersektoralen Austausch.
    Durch den eMP stehen Apothekern aktuelle und vor allem valide Informationen über sämtliche Medikationen von Kunden mit eMP zur Verfügung. Apotheken müssen sich somit nicht mehr auf eigene Daten ihrer Stammkunden verlassen. Verbunden mit dem Wissen um rezeptfreie Medikamente können Nebenwirkungen vermieden und Behandlungserfolge verbessert werden. Durch diesen Wissensvorsprung wird der Apotheker in seiner beratenden Funktion wichtiger denn je.

Kunde lässt sich in Apotheke beraten
e-Health: Gesundheitskarte wird in Apotheke eingelesen



Wie funktioniert die Anbindung von Apotheken an die Telematik­infrastruktur?

Für die Anbindung von Apotheken an die Telematikinfrastruktur sollen die gleichen technischen Komponenten verwendet werden wie bei Praxen, Ambulanzen und MVZ: Konnektor, Institutionskarte und elektronischer Heilberufsausweis SMC-B.

Im Januar 2019 wurde eine Finanzierungsvereinbarung für die Apotheken abgeschlossen. Dieser sieht vor, dass Apotheken finanzielle Förderungen für Erstausstattung und laufenden Betrieb der TI-Komponenten erhalten. Die Teilnahme an einem 2019 stattfindenden Feldtest wird ebenfalls finanziell gefördert. Die entsprechenden Fördersummen sind der Finanzierungsvereinbarung zu entnehmen.

Finanzierungsvereinbarung für Apotheken und Erläuterungen

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Türkisfarbene Versalien
Mädchen am Strand

Fragen und Antworten

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten allgemeinen Fragen zur Telematikinfrastruktur sowie spezifische Informationen für Inhaber einer KV-Zulassung.

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Gesundheit und wir

Gesundheitsdaten begleiten das ganze Leben – und jede Interaktion mit Angehörigen der Heilberufe stellt nur eine Station auf der individuellen Gesundheitsreise dar.

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Antworten auf mögliche Fragen von Kunden und Patienten

Die eGK ist eine Smartcard mit einem Chip, auf dem bestimmte Daten gespeichert werden können. Dazu gehören der Versichertenstammdatensatz und perspektivisch der Notfalldatensatz sowie der eMP. Die eGK kann in Apotheken eingesetzt werden, wenn die Apotheken an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sind. Bis dahin können eMP ausschließlich durch Praxen und MVZ erstellt und aktualisiert werden.

Die PIN wird benötigt, um medizinische Informationen auf der eGK zu speichern und abzurufen – diese Möglichkeit besteht aktuell noch nicht. Mit Einführung der entsprechenden Dienste werden die Krankenversicherungen die PIN und Informationen zu deren Einsatzmöglichkeiten an die Versicherten per Brief übersenden.

Apotheker übernimmt Daten in Computer
Unterhaltung Apotheker und Patient

Sicherer geht nicht: die Telematikinfrastruktur

Gesundheitsdaten dürfen nicht in falsche Hände geraten und müssen jederzeit unverfälscht sein. Nur mit der Telematikinfrastruktur ist ein sicherer digitaler Austausch dieser Informationen möglich.

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Gesundheit und Empowerment

Heute treffen Patienten vermehrt Entscheidungen über Diagnostik und Therapie selbst – auf Grundlage guter Beratung von medizinischen Fachleuten. Davon profitieren beide Seiten

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